Aktuelle Grundlagenstudie zu Weichenstellungen für Verkehrswende

von  Dr. Hendrik Koch


Die Möglichkeiten einer Verkehrswende im ÖPNV werden aktuell vielfältig diskutiert und kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein massiver Umstieg auf den ÖPNV gefordert wird. Doch wie kann eine massive Stärkung des Nahverkehrs gelingen und was kostet sie? Diesen Fragen sind wir gemeinsam mit den Kollegen von BSL Transportation Consultants in einer brandneuen Studie nachgegangen. Im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen haben wir ein Gesamtkonzept der notwendigen Weichenstellungen für die Vision einer Verdopplung der Personenkilometer im städtischen ÖPNV erstellt und die Kostendimension dessen geschätzt.

 Die zentralen Ergebnisse dieser Untersuchung sind:

 

- Die Verkehrswende ist unter bestimmten Voraussetzungen machbar: Eine Verdopplung der Personenkilometer ist über mehr und längere Fahrten grundsätzlich möglich, erfordert aber umgehend sehr grundsätzliche Weichenstellungen in vier zentralen Bereichen: Kapazitätserweiterung, Tarifreform, Rahmenbedingungen anpassen, Push – und Pull -Maßnahmen aktivieren

 

- Die Verkehrswende ist ein „Zehnkampf“: Statt Einzelmaßnahmen können nur aufeinander abgestimmte Weichenstellungen bei Kapazität, Qualität, Tarifen und politischen Rahmenbedingungen die nötigen Voraussetzungen schaffen. Wir haben  11 zentrale Stellhebel für notwendige Maßnahmen herausgearbeitet.

 

- Ohne Kapazitäten geht es nicht: Eine Erweiterung der Beförderungskapazitäten sowie deren Flexibilisierung an gewissen Orten und zu gewissen Zeiten ist unabdingbar. Wir zeigen Wege auf, wie dies mit möglichst wenig Aufbau weiterer permanenter Überkapazitäten außerhalb der Hauptverkehrszeiten gelingen kann.

 

- Quickwins nutzen: Beim digitalen Kundenmanagement, der Tarifgestaltung und spürbaren Qualitätsverbesserungen und in der besseren Nutzung der bereits vorhandenen Kapazitäten in den Nebenverkehrszeiten lassen sich auch ohne langen Vorlauf bereits schnelle Erfolge erzielen. Dort muss jetzt angesetzt werden.

 

- Verkehrswende nicht zum Nulltarif: Umfassende finanzielle Mittel sind unabdingbar. Unsere Kostenschätzung auf Basis von 192 Modellstädten zeigt, dass im städtischen ÖPNV in Deutschland mit zusätzlichen Kosten von mindestens 7 Milliarden Euro jährlich (im eingeschwungenen Zustand) zu rechnen ist.

 

 

Wie Sie vielleicht gesehen haben, ist die Studie ist in den überregionalen Medien und der Fachpresse auf großes Interesse gestoßen. Wenn Sie die Studie in voller Länge erhalten wollen oder Fragen zu unserer Untersuchung und den Möglichkeiten zur Anwendung unserer Ansätze für Ihre aktuellen Herausforderungen vor Ort haben, würden wir uns sehr freuen, uns mit Ihnen auszutauschen.

 

Sprechen Sie uns an!

 

Dr. Hendrik Koch

 

 

 

     





Aktuelles und Themen

25 Jahre mobilité

von  Jörg Sarnes

Ein 25-jähriges Bestehen im dynamischen Beratungsmarkt ist schon eine Besonderheit: Dafür wollen wir an erster Stelle unseren Kundinnen und Kunden und vor allem unseren aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken! Ohne sie wäre diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen.

Lesen Sie mehr


Smart Cities: Jahrhundertchance oder digitaler Irrweg?

von  Jörg Sarnes
Kommunen droht Verlust der Gestaltungshoheit – Anbieter digitaler Geschäftsmodelle drängen in den Öffentlichen Sektor – Sektoren wie Energie, Verkehr, Wohnen oder Umwelt müssen gekoppelt werden – Zielbild und Strategie sind Chefsache | BDU hat die Ergebnisse des Thinktanks »Smart Cities« unter Mitwirkung von mobilité in einem Themendossier veröffentlicht.      ...
Lesen Sie mehr

Karriere bei mobilité: Verstärkung gesucht

von  Nils Hansen
Der Verkehrsmarkt kommt mehr und mehr in Bewegung. Das spüren auch wir. Daher benötigen wir personelle Verstärkung durch Nachwuchstalente als Junior-Softwaredeveloper / Anwendungsentwickler (m/w/d)...
Lesen Sie mehr

Artikel Archiv

"Unternehmen bewegen"
Was uns bewegt und was uns bewegt hat:
Hier finden Sie unser Archiv und Rückblick auf frühere Meldungen und Themen.


BDU Mitglied